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Ausdauertraining in Spielformen

Autor: Daniel, Fußball-Training-Blog

Ausdauertraining im Fußball kann langweilig sein, vor allem, wenn man den Ball nicht dazu nimmt. Ewiges Runden- oder Diagonallaufen mit seinen monotonen Abläufen wird den Anforderungen an modernes Konditionstraining nicht mehr gerecht. Denn die Anforderungen des Spiels werden hier nur ungenügend abgebildet (z. B. Tempo- und Richtungswechsel).

Eine gute Möglichkeit zu interessantem und am Spiel orientierten Ausdauertraining bieten Spielformen. In Spielformen kann man Ausdauer nach der Dauermethode (relativ niedrige Intensität, hoher Umfang) und nach der Intervallmethode (intensiv oder extensiv) trainieren. Für ein Training nach der Dauermethode bieten sich große Spielformen an, die wenig Pausen beinhalten und relativ lange laufen (mindestens 30 Minuten).

Spielformen zum Ausdauertraining – Beispiele

Eine Spielform, die eher der Dauermethode zuzuordnen ist, ist 8 gegen 8 in einer Spielfeldhälfte auf 2 Großtore, die in der Mitte Rückseite an Rückseite stehen. In dieser Spielform gibt es wenig Unterbrechungen, da durch die Tore in der Mitte des Feldes die Bälle selten im Aus sind. Die Torhüter haben die Aufgabe, den Ball so schnell wie möglich wieder ins Spiel zu bringen.

Eine weitere Variante ist eine Spiel 8 gegen 8 in einer Spielfeldhälfte auf mehrere verteilte Stangentore. Durch die große Zahl von Spielverlagerungen müssen die Spieler einen hohen Laufaufwand betreiben, was auf den Trainingseffekt im Bereich Ausdauer einzahlt.

Spielform Ausdauertraining 8 gegen 8

Spielform Ausdauertraining 8 gegen 8

Spielformen zum Intervalltraining sind eher kleinere Spielformen, bei denen man auf eine höhere Belastung setzt, dafür aber den Umfang geringer wählt. Hier ist das typische Beispiel ein 4 gegen 4 im doppelten Strafraum, ggf. noch mit Außenanspielern. Das ist hochintensiv und kann maximal 6 Minuten ohne Pause gespielt werden. Dabei sollte der Trainer die Spieler immer wieder pushen, damit sie sich ausreichend anstrengen. Sonst gibt es hier keinen zufridenstellenden Trainingseffekt. Solche kleineren Formen haben den Vorteil, dass sie weniger zeitintensiv sind und gleichzeitig mehr technische und individualtaktische Elemente (1 gegen 1, Anzahl Ballkontakte) abfordern.

Belastungssteuerung in Spielformen zum Ausdauertraining

Der Trainer kann die Intensität durch die Regelvorgaben grob steuern, z. B. Anzahl der Ballkontakte, vorgegebene Verlagerungen nach einer bestimmten Passanzahl, Herausnehmen von Spielern (d. h. Überzahl-/Unterzahlspiele). Eine genaue Aussteurerung er Belastung ist in Spielformen nur sehr schwer möglich. Dafür trainiert man näher am Wettspiel und abwechlungsreicher. Gerade im Jugendbereich und Amateurbereich sollte man die ohnehin schon knapp bemessene Trainingszeit nicht mit eintönigen Übungsformen verschwenden. Je nach Alter reicht es auch, die Mannschaft grundsätzlich oft intensiv trainieren zu lassen, ohne die notwendige Regeneration zu vernachlässigen. Spezielles Ausdauertraining ist dann (vor dem 2. Jahr B-Junioren) entbehrlich, zumal taktische und technische Ausbildungsinhalte weiterhin im Vordergrund stehen sollten.

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