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Ein weiterer Schritt in die Professionalität

Der Herforder SV geht neue Wege: Mit Beginn dieser Saison ist unsere Vereinsverwaltungssoftware für alle Teams installiert worden.

Easy2Coach bietet für alle Trainer und Spielerinnen eine nachhaltige Trainingssteuerung. Zudem hilft es dem Verein bei der langfristigen organisatorischen und sportlichen Entwicklung. Mehr dazu konntet ihr bereits am Samstag in der NW Herford lesen. Für alle die das verpasst haben, haben wir den FUPA-Artikel noch einmal in unserem Blog aufbereitet. Viel Spaß beim Lesen.

(Quelle: FUPA OWL Herford – Foto: Yvonne Gottschlich (NW Herford, v. 30.07.2016))

Das Smartphone wird zur Pflicht: An- und Abmeldungen zum Training laufen beim Herforder SV ab sofort über die easy2coach App. Zur jetzt beginnenden Saison hat der Zweitligist eine kleine dreistellige Summe in neue Software investiert.

Modern geht es zu beim Herforder SV Borussia Friedenstal. Die Software „easy2coach“ sorgt für die Verwaltung des Trainings- und Spielbetriebs beim Frauenfußball-Zweitligisten.

„Die gesamte Vereinsorganisation läuft jetzt darüber“, freut sich der 31-jährige Stefan Gärtner, C-Lizenz-Inhaber und neuer Co-Trainer der Bundesligamannschaft, über diese Anschaffung.

Gärtner und Cheftrainer Daniel Hollensteiner kamen auf die Idee und überzeugten den Vorstand. Der neue Co-Trainer kennt das System, ist Kümmerer und Nutzer zugleich. „So wird eine langfristige Leistungsbeurteilung und -entwicklung aufgezeichnet. Unabhängig von handelnden Personen geht kein Wissen mehr verloren“, sagt Hollensteiner. Alle drei Seniorenmannschaften und die fünf Nachwuchsteams des HSV sind im Browser basierten System hinterlegt. „So haben wir Zahlen für alle Spielerinnen„, sieht Hollensteiner einen großen Vorteil, „der Aufwand am Anfang ist groß, wir sind aber davon überzeugt, dass wir auch einen hohen Mehrwert erzielen.“
Gärtner hat alle Mannschaften im System angelegt und die Spielerinnen eingepflegt. Jetzt werden die Trainer geschult und sind dann verpflichtet, ihr Training und ihre Termine zu hinterlegen. „So können wir bei unseren Jugendmannschaften sichten und auch im Training sehen, was dort geschult wird, ohne dass wir auf dem Platz stehen. Außerdem sehen wir die Entwicklung der Spielerinnen“, sieht Hollensteiner Positives.

Jedes Training wird auch inhaltlich mit der Software gestaltet. „Es ist eine Datenbank mit mehr als 5.000 Übungen hinterlegt und man trotzdem noch eigene Inhalte eintragen. Es gibt Videos und animierte Grafiken“, erklärt Gärtner.

So ist für das Trainerteam der Bundesligamannschaft auch ein Scouting möglich. Es werden Videosequenzen hinterlegt, die für die Spielerinnen freigeschaltet sind. „Heute haben alle ein Smartphone und zwischendurch immer Zeit, Jede kann sich dann die Videos ansehen und unsere Erklärungen dazu lesen, so ist eine Verbesserung des eigenen Spiels möglich“, erklärt Gärtner. Per Smarthone wird sich auch zu den Trainingseinheiten an- und abgemeldet. „Bei Abmeldungen müssen Gründe angegeben werden – wie etwa krank, verletzt mit und ohne Attest vom Arzt oder auch ob der Zug Verspätung hat“, sieht Gärtner die Vorzüge. So ist er vor dem Training informiert, wie viele Spielerinnen anwesend sind. Die Verspätungsmeldungen betreffen meist das B-Mädchenteam.

»Wir sehen genau, auf welchem Stand jede Spielerin ist«

Hollensteiner hat schon viele Daten der Fitness-Tests eingepflegt und kann so sehen, wer sich wo noch steigern muss. „Und auch, ob die Spielerinnen in der Pause zwischen den ersten beiden Trainingsblöcken etwas getan haben lässt sich sehen“, sagt er und ruft einen Datensatz auf. Shuttle-Run-Test, Cooper-Test, Illinois Agility-Test, Lichtschranken-Test und Standweitsprung sind bis jetzt von Gärtner angelegt worden. „Wir werden diese Tests in regelmäßigen Abständen durchführen und sehen so genau, auf welchem Stand jede Spielerin ist“, sieht Hollensteiner einen großen Vorteil. Verletzungen werden natürlich auch hinterlegt.
Jeder hat verschiedene Rechte und kann so die entsprechenden Daten bearbeiten oder einsehen„, sagt Hollensteiner zur neuen Verwaltung. Er selbst legt jedes Training in der Software an, kann es sich dann ausdrucken und langfristig planen. Gärtner hat Zugriff und kann sich nicht nur einlesen und vorbereiten, er sieht dort auch die speziellen Coachingpunkte und was der Trainer mit der Übung vermitteln will. „Wir liegen eh auf einer Wellenlänge und verstehen uns sehr gut“, sagte Gärtner nach seinen ersten Wochen beim HSV. Die Trainer geben auch für die Spiele die Vorgaben und Ziele in die Software ein, worauf die Spielerinnen zugreifen können. „So sind alle schon vor der Besprechung informiert“, so der Trainer.

Nachdem eine Info aufpoppt, macht er sich auf den Weg zum Training. Die Software erinnert ihn, dass wieder eine Einheit ansteht. „Wir sind überzeugt, dass der Aufwand sich mittelfristig auf jeden Fall lohnt„, betont Hollensteiner. „Und auch für die Eltern ist dann einsehbar, warum ihre Tochter vielleicht mal nicht spielt oder nur eingewechselt wird“, schielt er noch mal auf die Anwesenheitsliste beim Training.

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